Historie

Die Geschichte der Fechtabteilung

Die Fechtabteilung wurde bereits 1913 gegründet. Daher möchten wir Ihnen, werter Besucher auch einen kleinen Einblick in die 100-jährige Geschichte unserer Abteilung geben:


Die Anfangsjahre - Fechten mit schwerem and leichtem Säbel

Gründungsmitglieder
Fechtsportbegeisterte Turner im damaligen TV Feuerbach 1883 e. V. haben unter Leitung von Paul Lorenz im Mai 1913 das Fechten mit dem schweren Säbel aufgenommen. Schon im Gründungsjahr, sowie beim Verbandsturnier im Frühjahr 1914 stellten sich die ersten Erfolge ein. Die Kriegsjahre 1914-1918 sind auch am Fechtsport nicht spurlos vorübergegangen.


Fechten in den Anfangsjahren
Unruhige Zeiten - Fechten in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus

Erst 1920 wurde der Fechtbetrieb unter Einbeziehung des Fechtens mit dem leichten Säbel wieder aufgenommen. Anlässlich des 15. Deutschen Turnfestes, das 1933 in Stuttgart stattfand, sind die Ausscheidungskämpfe im Fechten unter Feuerbacher Leitung ausgetragen worden. In den 30er Jahren konnten Fechter wie August Eggenweiler, H. Bassler, Otto Herrmann, Karl und Heiner Roth, Paul Scheck, Eugen Schmid und Willi Thoni Feuerbachs Farben weit über die Landesgrenze hinaus bekanntmachen. (208 Turniersiege - 52 mal 1. Preise - zehn Württembergergische Einzelmeisterschaften - eine Süddeutsche Einzelmeisterschaft - zwei DeutscheTurnfestkränze - zwei Württembergische Mannschaftsmeisterschaften). Der Herrschaft der Nationalsozialisten hat aber auch nicht halt vor dem Fechtsport in Feuerbach gemacht.
1934 gründete die NSDAP den „Deutschen Reichsbund für Leibesübungen“, dem alle bis dahin existierenden  Turn- und Sportvereine unmittelbar angehörten. Diese Zwangsmitgliedschaft erfasste auch die Fechter. Der Fachverband für Fechten wurde im Rahmen der Gleichschaltung sportlicher Organisationen in das Fachamt 8 "Fechten" überführt, was das Ende der Selbstständigkeit der Fechter im Deutschen Reich darstellte.

Der Wiederaufbau - Fechten im Nachkriegsdeutschland

Der 2. Weltkrieg und das im Anschluss daran ausgesprochene Verbot für Sportfechten in ganz Deutschland bedeutete eine große Zwangspause, sodass ab 1949 Aufbauarbeit geleistet werden musste. August Eggenweiler übernahm wieder die Leitung der Abteilung. 1950 war Feuerbach Gastgeber für die ersten Württembergischen Meisterschaften nach dem Krieg. Eggenweiler, Scheck und Schmid konnten dabei hervorragende Endrundenplätze belegen. Diese Mannschaft war Wegbereiter für die Erfolge in den 50er Jahren.

Neue Zeiten - die Fünfziger Jahre

Mit dem Eintritt von Frauen im Jahr 1954 beginnen neue Zeiten in Feuerbach. Der Fechtsport wandelt sich von einer reinen Männersache zu einem Sport, der allen Geschlechtern offen steht. Der wachsende Wohlstand im Wirtschaftswunder trug dazu bei, den Fechtsport für mehr Leute attraktiv zu machen. Auch wenn Fechten nicht die Popularität von Fußball erreichte, so wandelte sich Fechten zu einem Sport der allen offen stand. Wobei gerade das Fechten in Feuerbach, das in einem Standort mit viel Industrie beheimatet ist und schon früh mit alten Traditionen gebrochen hat und damit fast seit der Gründung den Fechtsport in seiner heutigen Ausprägung betreibt: ein moderne Sportart mit Förderung von Leistungs- und Breitensport, der allen offen steht.

Neue Aufgaben - die Sechziger Jahre und Siebziger Jahre

Wie Verantwortung für die Abteilung lag von 1962 bis 1966 in Händen von Willy Zeckai. Damals zählten Heinz Kolb im Florett and Dieter Löhr im Florett und Säbel zu den Spitzenfechtern in Württemberg. Sie konnten sehr gute Endrundenplätze belegen. Mit Dieter Löhr hatte Feuerbach sogar einen Württembergischen Vizemeister im Säbel.
Unter der Leitung von Klaus Dierberger und Achim Brinck wurde in den Jahren 1966 - 1977 der Schwerpunkt auf die Jugendarbeit gelegt. Vorher war es nicht denkbar, dass bereits 10-jährige schon im Fechten unterwiesen werden. Um die Popularität des Fechtsportes im Stuttgarter Norden zu steigern, wurden sogar Kooperationen mit diversen Schulen eingegangen. Dies hatte zur Folge, dass auch die Jüngeren auf unseren Sport aufmerksam gemacht wurden und ein reges Interesse an unseren Trainingsabenden einsetzte. Diese Aufgabe wurde fortgeführt von Ruth Bauer, die ab 1977 lange Jahre unsere 1. Vorsitzende war. Sie ist heute unsere Ehrenvorsitzende. Klaus Dierberger ist heute bereits seit langen Jahren unser Schatzmeister.

Generationenwechsel - die Achziger Jahre und Neunziger Jahre

1983 übernahmen Jörg Baumgärtner und Frank Höschele ihre ersten ehrenamtlichen Aufgaben in der Abteilung. Jörg Baumgärtner leitet seit vielen Jahren zusammen mit Gerhard Stübler und Klaus Romer das Training und war seit Jahren unserer technischer Leiter, bevor er den Vorstand über die Abteilung übernahm. Auch Frank Höschele war der Posten des Jugendleiters nicht genug - er begleitete den Posten des Vorstands für einige Jahre. Gerhard Stübler war ebenfalls lange Jahre Vorsitzender der Fechtabteilung und auch im Vorstand der Sportvg Feuerbach tätig. Auch im Jugendbereich kamen neue Leute hinzu, die mit ihrem Engagement vor allem den den Jugendbereich kräftig Unterstützen.

Jahrtausendwende

Wir haben heute ca. 50 Mitglieder und bieten zwei Trainingsabende Dienstags und Freitags an. Der Schwerpunkt liegt heute hauptsächlich auf der Jugendarbeit. Diese wird von Martin Wiest (C-Trainer), Jörg Baumgärtner (Trainer und Vorstand) und Klaus Romer (Trainer und Vorstand des Förderverins), sowie vielen anderen ehrenamtlichen Helfern gestaltet. Martin Wiest bekleidete ab 2005 für 5 Jahre lang das Amt des Jugendleiters und sorgt immer noch mit seiner Ausdauer dafür, dass Anfänger schnell Fechten lernen, Termine koordiniert werden und ein Trainingsabend rund läuft.

Fechter 2006

2013 - 100 Jahre Fechten in Feuerbach!
Der Verein ist durch all die Höhen und Tiefen der letzten 100 Jahre in Deutschland gegangen. Somit ist und bleibt Fechten in Feuerbach ein Platz zum Sporttreiben und Freunde treffen, der auf eine lange Tradition zurückblicken kann.